
Am 8. Januar 2026 fand erneut der Planspiel-Workshop „Fakt oder Fake“ an unserer Schule statt, dieses Mal für unsere zwei Klassen der weiterführenden Schulformen, FOS 24 und HBFS 24. Die Schülerinnen und Schüler versetzten sich im Rahmen des interaktiven Planspiels in die Rolle jeweils eines Mitglieds des EU-Parlaments und diskutierten gemeinsam in einer inszenierten Ausschusssitzung über die Einführung zweier möglicher Gesetzes-Entwürfe. Bevor im Parlament diskutiert wurde, kamen die Schülerinnen und Schüler nach einer kurzen Vorstellungsrunde zunächst im Rahmen eines Speed-Datings zu den Themen Desinformation (Deep Fakes) und Demokratie miteinander ins Gespräch. Die Trainer des Berliner Büros Planpolitik, Luca und Fabian, stellten anschließend im Plenum grundlegende Informationen zur Institution EU sowie die Regeln für das Planspiel vor. Ein Schüler und eine Schülerin meldeten sich für die Posten der Parlamentsvorsitzenden und die Rollenkarten der EU-Parlamentsmitglieder wurden verteilt. Nach einer 20-minütigen Vorbereitungsphase äußerten in der simulierten EU-Parlamentssitzung die verschiedenen Fraktionen ihre Positionen zu den beiden Gesetzesvorschlägen zu den Themen Hate Speech und Datenschutz und begründeten diese. Die beiden Parlamentsvorsitzenden führten durch die Debatte, die in der Verabschiedung zweier „Gesetze“ zur Regulierung von Deep Fakes sowie zum Umgang mit Hassrede im Internet mündete. Der zweite Beschluss wurde sogar mit einer Zusatzklausel versehen.
In der abschließenden Auswertungsrunde reflektierten die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke. Manche von ihnen konnten sich gut in ihre Rolle hineinversetzen, anderen fiel dies schwer, da die Positionen der Rolle stark von der eigenen Meinung zu dem Thema abwichen. Schließlich hatten die Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit, selbst zu den Themen Stellung zu beziehen, wobei es noch einmal zu hitzigen Diskussionen kam, die wiederum neue Sichtweisen eröffneten. Zusammenfassend wurde das Planspiel von den Teilnehmenden als relevant und lehrreich eingeschätzt. Positiv überrascht hat dabei u. a. die Aussage eines Schülers, der sich die Tätigkeit als EU-Parlamentarier auch für seine eigene berufliche Zukunft vorstellen könnte.