Kollegium
Gestaltung von Unterrichtseinstiegen und –abschlüssen



Die Arbeitsgruppe „Unterrichtsentwicklung" hatte am 12. November 2013 eingeladen, um einerseits ein Input zu diesem Thema zu geben, andererseits zum Austausch anzuregen und um bestimmte Methoden auch einmal selbst zu üben. Die Kollegen waren zahlreich erschienen und schätzten die Veranstaltung als sehr effektiv ein. Solche schulinternen Fortbildungen sind ein ideales Mittel, um im Kollegium über Unterrichtsmethoden miteinander ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig Hilfe zu geben. Im Januar 2014 ist eine Fortsetzung zum Thema „Methodische Großformen" geplant.

 
Deutsche Europapolitik



Ich trat am 23. September 2013 zusammen mit zwei weiteren Lehramtsanwärtern eine Reise an, die uns Europa ein Stück näher in unsere Identität holen sollte. So ging es nach Lebach in das Saarland, um von dort aus besondere Stätten der europäischen Geschichte sowie gegenwärtige europäische Institutionen kennenzulernen und unser Wissen zu Europa – besonders zur deutschen Europapolitik – zu vertiefen. Fast 70 Jahre Frieden in Europa sind keine Selbstverständlichkeit, wie uns sogleich durch den ersten Referenten des Auswärtigen Amtes (Herrn Gregor Forschbach) klar wurde. Am zweiten Tag fuhren wir nach Straßburg, mit dem Ziel, den Europarat kennenzulernen. Der Europarat mit seinen 47 Mitgliedsländern stellt die führende Organisation für Menschenrechte dar. Der dritte Tag begann mit einem Seminar unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Heiner Timmermann zum Thema: „Deutsche Außen- und Europapolitik als Friedenspolitik". Im Anschluss daran besuchten wir das Kloster von Tholey. Betretende Stille stellte sich unter den Reiseteilnehmern ein, als der Reisebus am vierten Tag den Hügel des Gedenkens an die gefallenen französischen Soldaten des Ersten Weltkrieges erklomm. Die tausenden Grabkreuze sowie das Beinhaus, in dem die Gebeine der gefallenen Soldaten liegen, lassen die schrecklichen Ausmaße des Ersten Weltkrieges nur vermuten. Die geführte Besichtigung im Fort Douaumont, der größten Verteidigungsanlage des Befestigungsrings um Verdun, vermittelte einen nicht wiederzugebenden Einblick in das damalige Kriegsgeschehen. Gefesselt dieser Erlebnisse ging die Reise weiter nach Scy-Chazelles. Dort besuchten wir das Haus von Robert Schuman, um mit seinen jungfräulichen Ideen eines Vertrages über die Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl vertraut gemacht zu werden. Die letzte Station dieses Tages bildete der Metzer Dom. Am fünften und somit letzten Tag konnten wir an einem abschließenden Vortrag zum Thema „Welches Europa soll es sein" – Zukunftswerkstatt 2020 und 2030, teilnehmen, geleitet von Herrn Nikolaus Schmeja (Oberst iG, aD).

A. Schmidt

 
Mitbestimmen und Teilhaben

Am 10. und 11. Oktober 2013 fand eine Fachtagung im historischen Rathaus statt, bei dem Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen, Kommunalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter, Sozialarbeiter, Lehrer und Wissenschaftler ins Gespräch kamen. Professor Stange von der Leuphana Universität Lüneburg stelle in seinem Impulsreferat fest, dass die Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Familien weitgehend durchgesetzt ist. Leider ist dies in Schulen und Kommunen noch nicht der Fall, obwohl sich doch vielfältige Möglichkeiten bieten. Die Stadt Jena, speziell der Fachdienst Jugend und Bildung, möchte hier gegensteuern und mehr Teilhabe von Jugendlichen und Kindern ermöglichen. Ein erster Schritt dazu ist das Jugendparlament, das in Jena gewählt wurde. Ein Ergebnis des Fachtages könnte sein, demnächst gewählte Vertreter aus den Reihen der Stoyschüler ins Jugendparlament zu entsenden. Kollegin Seibold-Pfeiffer, die die Fachtagung besuchte, steht als Ansprechpartner für interessierte und engagierte Kandidaten zur Verfügung.

 
Sportlicher Schulstart



Das Lehrerkollegium der Karl-Volkmar-Stoy-Schule startete am 19. August 2013 in das neue Schuljahr. Es galt viel vorzubereiten, zu besprechen und sich weiterzubilden. Auch die Teambildung kam nicht zu kurz. Am Mittwoch fand traditionsgemäß unsere Radtour statt. Sie führte diesmal von Jena nach Großschwabhausen weiter über Mellingen und Magdala nach Vollradisroda. Dort kehrten wir in die Gaststätte für eine Ruhepause und entspannte Gespräche ein. Nach dieser Stärkung radelten wir über den Münchenrodaer Grund zurück ins Tal. Der Kilometerzähler zeigte am Schluss 33 km an. Der Abend klang mit den anderen Kollegen in der Papiermühle gemütlich aus.

 
Erziehung statt Strafe



In der Vorbereitungswoche 2013 besuchte eine Gruppe von Kolleginnen und Kollegen unserer Schule die seit 2011 bestehende Jugendstation in der August-Bebel-Straße 3. Hier sind verschiedene Institutionen unter einem Dach vereint, mit dem Ziel der Jugendkriminalität präventiv zu begegnen, junge Tatverdächtige schnell zu vernehmen und Verfahren zügig durchzuführen. Bei der Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe und Jugendberufshilfe geht es letztlich immer um den Erziehungsgedanken, weniger um Bestrafung. Frau Wieduwilt erläuterte den Ablauf im Haus, wenn gegen einen Jugendlichen oder Heranwachsenden Anzeige erstattet wird. Kurze Wege ermöglichen eine schnelle Kommunikation, so dass im Interesse des jungen Menschen erzieherisch eingegriffen werden kann und nur in ca. 30 Prozent der Fälle eine Gerichtsverhandlung notwendig wird. In den letzten Jahren sinkt die Zahl der Tatverdächtigen unter 21 Jahren ständig. Fraglich bleibt, ob dies an der demografischen Entwicklung liegt oder an dem Wirken der Jugendstation. Eine Evaluierung des Projekts hat bisher noch nicht stattgefunden.

 
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