Kollegium
Raus aus der Kreidezeit




Auf Einladung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fand am 15.02.2018 ein Fachgespräch zum Thema "Raus aus der Kreidezeit - Digitalisierung in der Bildung" im Thüringer Landtag statt. Herr Dr. Rose (Fachkonferenz IKT) stellte in einem Kurzreferat Initiativen digitaler Bildung an der Karl-Volkmar-Stoy-Schule vor, beispielsweise die multimediale Ausbildung von Fachschülern im JenaJobBlog, den jährlich stattfindenden Datenschutztag für Auszubildende und Schüler im ersten Jahr, den Wettbewerb "Jugend gründet" der Höheren Berufsfachschule, verschiedene Projekte zur Medienkompetenzförderung in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesmedienanstalt sowie den Besuch von Unternehmen, Hochschulen, Fachmessen und Tagungen zu digitalen Themen. Seine Fachkonferenz-Kollegin, Frau Pfingst, referierte über die digitale Infrastruktur der Schule und dankte der Stadt Jena für die überdurchschnittliche Ausstattung mit Hard- und Software. Das fünfstündige Fachgespräch wurde von den Abgeordneten Astrid Rothe-Beinlich und Madeleine Henfling moderiert. Es stellte sich heraus, dass eine zukunftsorientierte Ausbildung nicht nur moderner Lehrpläne, sondern auch des besonderen persönlichen Engagements der Schulen im Sinne einer nachhaltigen Schulentwicklung bedarf. Verschiedene Vertreter aus Politik, Schulen, Universitäten, Studienseminaren, ThILLM und einschlägigen Netzwerken diskutierten konstruktiv, aber auch kontrovers miteinander. Die rund 50 Teilnehmer sahen Thüringen auf einem insgesamt guten Weg der Digitalisierung. Jedoch gab die besondere Herausforderung für Schulen im Hinblick auf Infrastruktur und Unterrichtsgestaltung genügend Diskussionsbedarf um aktuelle Defizite der digitalen Bildung Thüringens.

Foto: Bündnis 90/Die Grünen Landtagsfraktion Thüringen

 
Kluge Ideen für Jena




Am 29.01.2018 fand das 1. Netzwerktreffen „Digitale und informatische Bildung“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt Jena und witelo e. V. Unsere Schule präsentierte Aktionen aus dem Schulalltag mit Schwerpunkt Datenschutz und Medienbildung. Nach Präsentationen der Moderatoren fanden im sogenannten World-Café anregende Gespräche zu den Themen „Infrastruktur, Qualitätssicherung, Erfahrungsaustausch,…- Was brauchen wir?“, „Informatik – vs. Medienbildung - Inhalte und didaktische Konzepte“ und „Der mündige Bürger – Datenschutz, Informationsfreiheit und Teilhabe“ statt. Wir fanden diese Gespräche sehr konstruktiv und hoffen, dass der Dialog mit den weiteren Teilnehmern eine Fortsetzung findet. Für unsere Schule konnten wir Kontakte auffrischen und neue Kontakte knüpfen, um zukünftig Veranstaltungen mit interessanten Referenten für unsere Schüler zu organisieren.

F. Siptroth, B. Pfingst

 
Arbeitsrecht nachgefragt



Statt am Freitag, 19. Januar 2018 nach Unterrichtsschluss ins Wochenende zu gehen, bildeten sich 16 Kollegen unserer Schule weiter, indem sie an einer Veranstaltung mit Arbeitsrichter Harald Maiwald teilnahmen. Der Referent, der am Arbeitsgericht Gera tätig ist, nahm die Herausforderung an und beantwortete querbeet Fragen zu seinem Fachgebiet. So ging es zum Beispiel um die Schlichtungsstelle, die Azubis anrufen müssen, bevor sie sich an das Arbeitsgericht wenden können, um Leiharbeiter und ihre „Dreiecksbeziehung“ zu Ver- und Entleihern sowie um den unübersichtlichen Tarif-Dschungel in Deutschland. Herr Maiwald sprach anonymisiert auch über Fälle, die ihm aus seiner täglichen Praxis besonders in Erinnerung waren. Dabei war beispielsweise eine außerordentliche Kündigung wegen Diebstahl von Diesel, die von einem Privatdetektiv  fernsehreif aufgedeckt worden war. Tragisch war, dass der betroffenen Arbeitnehmer in der Folge Suizid beging und seine Hinterbliebenen sich einer hohen Schadenersatzsummer durch den Arbeitgeber ausgesetzt sahen. Außerdem wurden auch Drogen- und Alkohol-Konsum am Arbeitsplatz und die rechtlichen Konsequenzen thematisiert. Am Schluss blieb der Wunsch der teilnehmenden Kollegen, unbedingt eine Fortsetzung der Veranstaltung im nächsten Jahr zu planen, da zahlreiche Fragen an dem Nachmittag aus Zeitgründen offen bleiben mussten. Schließlich haben sowohl Lehrer als auch Arbeitsrichter Anspruch auf einen Feierabend und ein erholsames Wochenende.

 
Wirtschaft 4.0 braucht entsprechende Berufsbildung



Etwa 500 Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Schulen, Hochschulen, Ausbildungsverbünden, Ministerien und anderen Institutionen folgten der Einladung des Bundesministeriums für Bildung und  Forschung sowie des Bundesinstitutes für Berufsbildung zum Erfahrungsaustausch im Rahmen einer Fachkonferenz „Berufsbildung 4.0 – Zukunftschancen durch Digitalisierung“. Unsere Schule wurde durch den Schulleiter Herrn Brömel vertreten. Die zweitägige Veranstaltung Ende November in Leipzig begann mit Unternehmensbesuchen, u. a. beim Mitteldeutschen Rundfunk, und der Eröffnung durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka. Vorträge sowie Workshops zu Themen wie „Digitalisierung –Perspektiven und Herausforderungen für die berufliche Bildung“, „Berufsbildung 4.0“, „Weiterentwicklung der beruflichen Lernorte …“ und „Berufliche Medien- und IT-Kompetenz – Eine neue Schlüsselkompetenz in Zeiten der Digitalisierung?!“ resümierten einerseits den diesbezüglichen Entwicklungsstand in der dualen Berufsausbildung, gaben aber auch einen Ausblick auf neue Aufgaben im Berufsbildungssystem.

 
Mitreden über Europa



Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland hatte am 10. November 2017 zum Bürgerforum eingeladen und von Politikverdrossenheit keine Spur! Im vollbesetzten Flügelsaal der Weimarhalle vertrat unser Schulleiter die Stoyschule. Moderiert von Susann Reichenbach stellten sich fast zwei Stunden Prof. Dr. Leiße (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Jakob von Weizäcker (MdEP/ SPD), Dr. Dieter-Lebrecht Koch (MdEP/ CDU) und Jörg Kubitzki (MdL/ DIE LINKE) den vielseitigen Fragen des Publikums. Dabei spielten unter anderem die finanziellen Auswirkungen des Brexit, Strategien gegen soziale Ungleichheiten, der Fördermitteleinsatz, der Umgang mit Mitgliedsländern, die sich nicht an europäische Richtlinien und Gerichtsurteile halten, das Spannungsverhältnis zwischen globalen Märkten und regionaler Kontrolle,  der Gegensatz von europäischem Binnenmarkt und nationalem Steuerrecht sowie die Möglichkeiten der konkreten Wirkung der Abgeordneten des Europäischen Parlament eine Rolle. Ein hoch interessanter Abend - Wiederholung erhofft!
 
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