Kollegium
Thüringer Berufsbildungskonferenz



Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen und das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) veranstalteten gemeinsam am 14. Mai 2018 in Suhl eine Thüringer Berufsbildungskonferenz. Geladen waren Vertreter des Thüringer Landtages, der Kammern, der Schulämter, verschiedener Organisationen sowie Unternehmer und Schulleiter. Unsere Schule und der Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT Jena/SHK wurden durch Herrn Brömel vertreten. In seiner Eröffnungsrede sprach der Hauptgeschäftsführer einige Themen an, die kurz- oder mittelfristig einer Neuregelung bedürfen. Dazu gehören seines Erachtens die verbindliche Regelung einer praxisnahen Berufsorientierung, die Verlässlichkeit des Berufsschulnetzes über längere Zeiträume (z. B. 6 Jahre), die Herabsetzung der Schülermindestzahl in Berufsschulklassen und eine Regelung, die trotz der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung den Datenaustausch zwischen Ausbildungsunternehmen und den berufsbildenden Schulen ermöglicht. Während bezüglich dieser Thematiken von nachfolgenden Referenten keine Lösungsansätze angedeutet wurden, gab es mehrere Bezüge zu der Frage, ob interaktiver Unterricht mittels moderner Medientechnik so organisiert werden kann, dass gleichzeitig Lernende an verschiedenen Schulen von einem Lehrer unterrichtet werden können. Gabi Ohler (im Bild), Staatssekretärin des TMBJS, sprach im Anschluss über strategische Schwerpunkte der Entwicklung der beruflichen Bildung in Thüringen. Foto: Brömel
 
Lehrer am MPI CE



Angela Overmeyer präsentierte am 20. März 2018 einer Gruppe von Kollegen unserer Schule das Max-Planck-Institut für chemische Ökologie (MPI CE) am Beutenberg. Zunächst hielt sie einen kurzweiligen Vortrag über die Max-Planck-Gesellschaft, das MPI CE und seine Forschungsgebiete. Die ca. 350 Wissenschaftler und Mitarbeiter beschäftigen sich mit Interaktionen von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen. Dabei spielen chemische Signalstoffe eine große Rolle, die die Wechselwirkung der Lebewesen beeinflussen. So geht es zum Beispiel um die Interaktion von Tabakpflanzen und Tabakschwärmern, die zum einen als Bestäuber der Pflanze gebraucht werden, andererseits sind die Raupen Fraßfeinde dieser. Bei einer Besichtigung verschiedener Labore und der Gewächshäuser konnten Eier, Raupen, Puppen und Motten des Tabakschwärmers sowie die Pflanzen angeschaut werden. Der Nachmittag am MPI CE bot einen interessanten Einblick in Jenaer Grundlagenforschung, der den eigenen Horizont ein Stück erweitert hat. Wer als Schüler Interesse am Forschungsgebiet hat, kann sich noch jetzt für die die Veranstaltung „Forsche Schüler“ am 26. April anmelden. Alle anderen sei die nächste „Lange Nacht der Wissenschaften“ empfohlen.

 
Raus aus der Kreidezeit




Auf Einladung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fand am 15.02.2018 ein Fachgespräch zum Thema "Raus aus der Kreidezeit - Digitalisierung in der Bildung" im Thüringer Landtag statt. Herr Dr. Rose (Fachkonferenz IKT) stellte in einem Kurzreferat Initiativen digitaler Bildung an der Karl-Volkmar-Stoy-Schule vor, beispielsweise die multimediale Ausbildung von Fachschülern im JenaJobBlog, den jährlich stattfindenden Datenschutztag für Auszubildende und Schüler im ersten Jahr, den Wettbewerb "Jugend gründet" der Höheren Berufsfachschule, verschiedene Projekte zur Medienkompetenzförderung in Zusammenarbeit mit der Thüringer Landesmedienanstalt sowie den Besuch von Unternehmen, Hochschulen, Fachmessen und Tagungen zu digitalen Themen. Seine Fachkonferenz-Kollegin, Frau Pfingst, referierte über die digitale Infrastruktur der Schule und dankte der Stadt Jena für die überdurchschnittliche Ausstattung mit Hard- und Software. Das fünfstündige Fachgespräch wurde von den Abgeordneten Astrid Rothe-Beinlich und Madeleine Henfling moderiert. Es stellte sich heraus, dass eine zukunftsorientierte Ausbildung nicht nur moderner Lehrpläne, sondern auch des besonderen persönlichen Engagements der Schulen im Sinne einer nachhaltigen Schulentwicklung bedarf. Verschiedene Vertreter aus Politik, Schulen, Universitäten, Studienseminaren, ThILLM und einschlägigen Netzwerken diskutierten konstruktiv, aber auch kontrovers miteinander. Die rund 50 Teilnehmer sahen Thüringen auf einem insgesamt guten Weg der Digitalisierung. Jedoch gab die besondere Herausforderung für Schulen im Hinblick auf Infrastruktur und Unterrichtsgestaltung genügend Diskussionsbedarf um aktuelle Defizite der digitalen Bildung Thüringens.

Foto: Bündnis 90/Die Grünen Landtagsfraktion Thüringen

 
Kluge Ideen für Jena




Am 29.01.2018 fand das 1. Netzwerktreffen „Digitale und informatische Bildung“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt Jena und witelo e. V. Unsere Schule präsentierte Aktionen aus dem Schulalltag mit Schwerpunkt Datenschutz und Medienbildung. Nach Präsentationen der Moderatoren fanden im sogenannten World-Café anregende Gespräche zu den Themen „Infrastruktur, Qualitätssicherung, Erfahrungsaustausch,…- Was brauchen wir?“, „Informatik – vs. Medienbildung - Inhalte und didaktische Konzepte“ und „Der mündige Bürger – Datenschutz, Informationsfreiheit und Teilhabe“ statt. Wir fanden diese Gespräche sehr konstruktiv und hoffen, dass der Dialog mit den weiteren Teilnehmern eine Fortsetzung findet. Für unsere Schule konnten wir Kontakte auffrischen und neue Kontakte knüpfen, um zukünftig Veranstaltungen mit interessanten Referenten für unsere Schüler zu organisieren.

F. Siptroth, B. Pfingst

 
Arbeitsrecht nachgefragt



Statt am Freitag, 19. Januar 2018 nach Unterrichtsschluss ins Wochenende zu gehen, bildeten sich 16 Kollegen unserer Schule weiter, indem sie an einer Veranstaltung mit Arbeitsrichter Harald Maiwald teilnahmen. Der Referent, der am Arbeitsgericht Gera tätig ist, nahm die Herausforderung an und beantwortete querbeet Fragen zu seinem Fachgebiet. So ging es zum Beispiel um die Schlichtungsstelle, die Azubis anrufen müssen, bevor sie sich an das Arbeitsgericht wenden können, um Leiharbeiter und ihre „Dreiecksbeziehung“ zu Ver- und Entleihern sowie um den unübersichtlichen Tarif-Dschungel in Deutschland. Herr Maiwald sprach anonymisiert auch über Fälle, die ihm aus seiner täglichen Praxis besonders in Erinnerung waren. Dabei war beispielsweise eine außerordentliche Kündigung wegen Diebstahl von Diesel, die von einem Privatdetektiv  fernsehreif aufgedeckt worden war. Tragisch war, dass der betroffenen Arbeitnehmer in der Folge Suizid beging und seine Hinterbliebenen sich einer hohen Schadenersatzsummer durch den Arbeitgeber ausgesetzt sahen. Außerdem wurden auch Drogen- und Alkohol-Konsum am Arbeitsplatz und die rechtlichen Konsequenzen thematisiert. Am Schluss blieb der Wunsch der teilnehmenden Kollegen, unbedingt eine Fortsetzung der Veranstaltung im nächsten Jahr zu planen, da zahlreiche Fragen an dem Nachmittag aus Zeitgründen offen bleiben mussten. Schließlich haben sowohl Lehrer als auch Arbeitsrichter Anspruch auf einen Feierabend und ein erholsames Wochenende.

 
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