Kollegium
Situation von Flüchtlingen in Jena




Die Fachkonferenz Gesellschaftswissenschaften hatte am 17. November 2015 Bettina Kriese als Referentin zum Thema „Flucht und Asyl – Traumatisierte Flüchtlinge in Jena" eingeladen. Frau Kriese ist Psychologin und bei Refugio Thüringen e. V. beschäftigt. Zunächst wurde die aktuelle Lage in Jena besprochen. Mehr als 1.000 Menschen sind 2015 als Flüchtlinge in unsere Stadt gekommen – darunter viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Ca. 40 bis 45 Prozent aller Flüchtlinge entwickeln posttraumatische Belastungsstörungen. Mit diesen Menschen arbeitet Bettina Kriese. Anhand anonymisierter Fallbeispiele berichtete die Referentin aus ihrem Arbeitsalltag. Neben den gesundheitlichen Problemen der Menschen ging es dabei auch um die rechtliche Situation, zum Beispiel die verschiedenen Aufenthaltstitel, die Finanzierung der Therapien sowie die Integration in Schule und Arbeitsmarkt.

 
Lange glücklich und gesund Lehren




In Anlehnung an das Manual für Lehrer-Coachinggruppen nach dem Freiburger Modell startete am 16. September 2015 erstmals eine Coachinggruppe für Kollegen unserer Schule und des Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrums Jena-Göschwitz. Unter der Leitung eines Kooperationsteams, bestehend aus der Schulpsychologin des Schulamts Ostthüringens Kathrin Martin und den beiden zuständigen Schulsozialpädagoginnen Marlen Kellermann und Constanze Nowotny, werden, neben theoretischen Inputs, spezifische, die Gestaltung von Beziehungen im Lehrerberuf betreffende Fragen oder Probleme bearbeitet. Ziel des Gesundheitsprogramms im Schuljahr 2015/16 ist es, über Perspektivenwechsel, Einsichten in Ursachen von gestörten Beziehungsabläufen zu bekommen und durch Impulse zur Verbesserung der Beziehungsgestaltung die eigene Beziehungskompetenz zu erhöhen.

 
Lehrer denken bunt



DENK BUNT heißt das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit, das für verschiedene Berufs- und Teilnehmergruppen 97 kostenfreie Bildungstage im Angebot hat. In Anbetracht der aktuellen Herausforderungen, die sich u. a. durch Inklusion sowie die Migrations- bzw. Flüchtlingsproblematik in der Schule ergeben, standen in der Vorbereitungswoche drei ganztägige Veranstaltungen zur Auswahl. Die Kollegen konnten sich am 20. August 2015 mit „Was bedeutet Normalität, Diversität und Anerkennung im Bereich Schule?", „Interkulturelle Öffnung" oder „Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit als Konfliktpunkte in der schulischen Bildungsarbeit" beschäftigen. Die drei Referenten vermittelten mit verschiedenen Methoden und Anschauungsmaterialien ihre Themen handlungsorientiert und praxisnah. Im Rechtextremismus-Workshop konnten die Teilnehmer z. B. eine Reihe von Bekleidungsgegenständen auf rechtsextreme Symbolik untersuchen. Außerdem wurden aktuelle Musiktitel und Internetauftritte der Szene analysiert. Im Anschluss wurden verschiedene Handlungsstrategien diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht.

 
Auf ein Wiedersehen




Am 10. Juli 2015 verabschiedete das Kollegium Frau Anette Lange. Unsere langjährige „Fachpraxis-Chefin" und Beratungslehrerin verlässt die Schule auf eigenen Wunsch, um in Gera weiterhin als Lehrerin tätig zu sein und dadurch Berufs- und Privatleben besser vereinbaren zu können. Wir lassen eine engagierte und beliebte Kollegin in der Hoffnung ziehen, sie doch bei der einen oder anderen Gelegenheit wieder zu treffen. Herzlichen Dank für zwölf gemeinsame Jahre.

 
Arbeitstreffen der Seminarleiter




Die Seminarleiter für das Lehramt an berufsbildenden Schulen der ostdeutschen Bundesländer und Schleswig-Holsteins tagten vom 28. bis 30. Juni 2015 in Jena. Einer der Tagungsorte war die Karl-Volkmar-Stoy-Schule. Schulleiter Richard Brömel begrüßte die Teilnehmer und stellte die Ausbildungsschule in der ersten und zweiten Phase der Lehrerbildung vor. Der Verantwortliche für Ausbildung (VfA), Herr Manfred Penner, erläuterte den Teilnehmern das Aufgabengebiet eines VfA an Thüringer berufsbildenden Schulen im Allgemeinen und an der Karl-Volkmar-Stoy-Schule im Speziellen. Außerdem waren die praktische Ausbildung in der ersten Phase der Lehrerausbildung, die steigende Heterogenität der Lehramtsanwärter, die Inklusion an berufsbildenden Schulen und die Zweite Staatsprüfung Gegenstand der Beratung.

 
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