Kollegium
Roland Jahn im Gespräch mit Bürgern



Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU) besuchte am 11. September 2017 auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Johannes Selle seine Heimatstadt Jena, um mit Bürgern über die Aufarbeitung der DDR-Diktatur zu sprechen. “Man wird nicht als Staatsfeind geboren“, sagte Roland Jahn. „Wir wollten damals nur West-Musik hören und lange Haare tragen“, setzte er fort. Der Tod seines Freundes Matthias Domaschk 1981 in Stasi-Haft habe einen großen Einschnitt bedeutet. Jahn organisierte verschiedene Aktionen, mit denen er zunehmend in den Fokus des Geheimdienstes geriet, in Folge inhaftiert und später ausgebürgert wurde. Heute setzt er sich als Leiter der BStU dafür ein, dass die Akten weiterhin eingesehen werden können, dass Berge geschredderte Aktenschnipsel mittels moderner Technik zusammen gesetzt werden und dass es keine Verjährungsfristen für Anträge von Opfern der DDR-Diktatur gibt. Insbesondere sollten auch junge Menschen Gelegenheit haben, sich mit diesem Teil der deutschen Geschichte zu beschäftigen, meinte Jahn. Kollegin Seibold-Pfeiffer nahm für die Fachkonferenz Gesellschaftswissenschaften an dieser bewegenden Veranstaltung teil.

 
KBM-Ausbildungspartner im Gespräch



Betriebe und Berufsschule sind in der dualen Ausbildung Kooperationspartner. Um diese Partnerschaft mit Leben zu erfüllen, finden regelmäßig Ausbildersprechtage in den verschiedenen Berufsgruppen in unserem Haus statt. Viele Unternehmen und auch Auszubildende sind der Einladung am 22.08.2017 zu einer solchen Veranstaltung für den Beruf Kaufmann/-frau für Büromanagement gefolgt. Die Gäste wurden durch den Schulleiter Herrn Brömel begrüßt, der Stolz darüber äußerte, wie hervorragend die Zusammenarbeit zwischen Ausbildungsbetrieben und Berufsschule in diesem Beruf verläuft. Hauptaugenmerk wurde auf die Informationen über die Unterstützung durch unsere Schule bei der Vorbereitung auf den zweiten Teil der Abschlussprüfung gelegt. So wurden die beiden Varianten der Prüfungszugänge (Reportmethode oder Klassisches Fachgespräch) ausführlich erläutert. Die Reportmethode verlangt von den Auszubildenden, dass sie in zwei Wahlqualifikationen jeweils einen Report schreiben, der die Grundlage für ein Fachgespräch (mündliche Prüfung) bildet. Die Auszubildenden haben also die Möglichkeit, konkrete Arbeitsabläufe aus ihrem Betrieb zu beschreiben und im Fachgespräch zu erläutern. Es wird damit angestrebt, die Verbindung von Theorie und Praxis auch in der Prüfungssituation herzustellen.
 
Vorbereitet ins neue Schuljahr



Seit dem 03. August 2017 bereitete sich das Kollegium intensiv auf das Schuljahr 2017/18 vor. In zahlreichen Konferenzen und Arbeitsgruppen tauschten sich die Kollegen aus. Eine Wanderung zum Jenzig auf Initiative des Förderkreises beförderte informelle Gespräche und den Teamgeist. Am 07. und 08. August hatten die Lehrer die Möglichkeit, an vier schulinternen Fortbildungen teilzunehmen. So wurden die Kenntnisse in Erster Hilfe aktualisiert und lebensrettende Maßnahmen geübt. Nach der Erneuerung der Kooperation mit der Ernst-Abbe-Bücherei wurde das Angebot an Literatur und Medien dem Kollegium vor Ort vorgestellt. Besonders interessiert wurde der Vortrag von Dr. Michael Kroll zum Thema “Psychisch Erkrankte im Schulalltag“ aufgenommen. Der Leiter der Kinder- und Jugendpsychatrie der Asklepios-Klinik in Stadtroda stellte verschiedene Krankheitsbilder vor, besprach Reaktionsmöglichkeiten von Pädagogen und riet zur Achtsamkeit mit sich selbst im Lehrerberuf. Er kritisierte das “Bildungsgehechle“ von Eltern und warnte vor Gefahren durch digitale Medien im Kindesalter. Prominenter Referent zum Thema „ Gewaltfreie Kommunikation“ (GfK) war im Anschluss Steffen Quasebarth. Der MDR-Moderator stellte die GfK als wertschätzende Kommunikationsmethode vor. Auch er riet von ständigem Medienkonsum ab. Quasebarth sagte, er würde zeitweise ohne Nachrichten leben bzw. News themenorientiert und gezielt lesen.
 
„DigitalTour 2017" macht an Stoyschule Halt



Die Landtagsabgeordnete Madeleine Henfling (im Bild 2. v. r.), Sprecherin für Netzpolitik der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, weilte am 29.06.2017 zu einem Arbeitsbesuch an unserer Schule. Sie informierte sich mit ihrem Team zunächst bei einem Rundgang durch das historische Gebäude über die technische Ausstattung und digitale Infrastruktur der Jenaer Wirtschaftsschule. In einem anschließenden Gespräch erörterte die Abgeordnete mit dem Schulleiter Richard Brömel und den Schulleitungsmitgliedern Uta Seibold-Pfeiffer und Dr. Claus Rose Fragen zur Medienbildung, zum Datenschutz im Schulwesen, zum Einsatz von Softwarelösungen und zur Kommunikation zwischen Behörden und schulischen Einrichtungen. Ein besonderes Anliegen war es für Henfling, Digitalisierung nicht auf Industrie und Wirtschaft zu beschränken, sondern eine zukunftsfähige Bildungspolitik in Vorbereitung auf ein Leben und Arbeiten in einer digitalisierten Welt voranzutreiben. Im Verlauf der Woche besuchte das Team auf seiner „DigitalisierungsTour 2017“ neben Firmen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und kommunalen Entscheidungsträgern auch den Thüringer Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Dr. Lutz Hasse. Nach Ansicht der Abgeordneten habe Thüringen großen Nachholbedarf in Sachen „digitaler Revolution“ mit all ihren Chancen und Risiken. Es sei in der Mitte der Legislaturperiode an der Zeit, das Thema Digitalisierung in den parlamentarischen Diskussions- und Gesetzgebungsprozess einzubringen.
 
Inklusion in der Kommune



Der Deutsche Städtetag und die Stadtverwaltung Jena organisierten die Fachtagung „Inklusion in der kommunalen Bildungslandschaft“, die am 30. und 31. März 2017 in Jena stattfand. Experten aus Wissenschaft, Lehre und Verwaltung diskutierten mit den etwa 200 Teilnehmern viele Aspekte der Inklusion benachteiligter Menschen in  Bildungseinrichtungen. Zu kurz kamen im umfangreichen und thematisch breiten Programm Inklusionsaspekte während der frühkindlichen Erziehung  und während der Berufsausbildung. Letzteres brachte unser Schulleiter in den Workshop „Netzwerke für Bildungsübergänge“ ein.
 
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