Aktuell
Saal 2: Öffentliche Verhandlung



Vermeintliche Fahrerflucht, Erschleichen von Sozialleistungen, Anbau illegaler Drogen und eine Körperverletzung waren die Themen der Prozesse, die am 06.12.2018 am Amtsgericht Jena im Saal 2 durch Richter Kleßen öffentlich verhandelt wurden. Die Klasse BFS 18-2 durfte die Beobachterrolle einnehmen. In den knappen Pausen hatten die Schüler Gelegenheit, Fragen an den Richter und die Staatsanwältin zu stellen. Bemerkenswert war, dass die Angeklagten alle die deutsche Staatsangehörigkeit hatten und nicht mehr ganz jung waren. Die Körperverletzung war zum Beispiel von einem Rentner, der 78 Jahre alt war, begangen worden. Er wird eine Strafe von 1200 Euro zahlen müssen und hat Glück, dass er seine Fahrerlaubnis behalten darf. Im Sozialkundeunterricht wird das Gesehene weiter bearbeitet werden. Organisiert hatte den Termin die Schulsozialpädagogin, die auch das dann geplante Rollenspiel unterstützen wird.

 
Überwachung und Zersetzung



Am 23.11.2018 erlebten wir, die Schüler der Klasse HBFS18, den Sozialkundeunterricht einmal anders. Wir statteten der Stasiunterlagenbehörde in Gera einen Besuch ab. Dort war uns die Möglichkeit gegeben, mehr über das Ministerium für Staatssicherheit der DDR zu erfahren. Durch einen Film erhielten wir einen groben Überblick über die Geschichte der Stasi und ihr perfides Überwachungssystem. Danach durchliefen wir verschiedene Abteilungen, unter anderen das Karteisystem, in dem Namen der beobachteten Menschen, der offiziellen und inoffiziellen Mitarbeiter sowie entsprechende Vorgänge und Überwachungsmaßnahmen fein säuberlich aufgelistet worden waren. Die Postkontrolle konnten wir ebenfalls anschauen. An dieser Stelle öffnete man Briefe und Pakete der Betroffenen, las, kopierte die Inhalte und entnahm zum Beispiel Geldgeschenke aus der Bundesrepublik. Die Informationen legte man in Akten ab, deren Menge wir in dem großen Archiv erahnen konnten. Nach Besichtigung einer Ausstellung teilten wir uns in Gruppen auf und bearbeiten verschiedene Fälle anhand von Originalakten, die zu Bildungszwecken aufbereitet waren. Am Ende präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse.

 
„Ich bin sicher, Rembrandt liebt mich.“



Mit diesen Worten beendete Marc Chagall seine Biografie und zugleich stellten sie für uns den Einstieg zu einem kleinen Ausflug ins künstlerische 20. Jahrhundert dar. Im Rahmen des Französischunterrichts der BG17-2 besuchten wir am 15. November 2018 die Kunstsammlung des Jenaer Stadtmuseums, um uns die aktuelle Ausstellung Marc Chagall anzusehen. Diese umfasste nicht nur um reine Gemälde und Malereien, sondern hauptsächlich Malerbücher. Doch was sind Malerbücher überhaupt? Um diese Frage stellten wir zahlreiche Spekulationen an, aber die eigentliche Antwort wussten wir nicht. Während unseres Rundganges mit Frau Weißflog erfuhren wir, dass es sich hierbei um illustrierte Bücher handelt, bei denen die Zeichnungen eine freie Interpretation des Künstlers darstellen. Auf diese Weise entstehen unabhängige Übereinkünfte zwischen dem Werk eines Dichters und dem eines Malers. Der Druck dieser Bücher stellte einen großen Aufwand dar, weswegen diese Kunstwerke nur in einer kleinen Auflage verlegt wurden. Dementsprechend besitzen sie heutzutage einen hohen Wert. Frau Weißflog zeigte uns zahlreiche Exemplare, unter anderem auch Bibelillustrationen, für welche Chagall besonders bekannt war. Aber auch Werke von anderen Künstlern, wie Matisse, Miró und Picasso, stellten einen wichtigen Part unserer Museumsführung dar. Die Ausstellung zeigte uns, dass all diese Werke eine Besonderheit hervorbringen. Diese Maler haben aufwendige Kunstwerke erschaffen, ohne dabei das Ziel zu verfolgen, ein abschließendes Bild zu kreieren, sondern viel mehr ein Gesamtkunstwerk aus allen erdenklichen grafischen Mitteln zu erzeugen. Dank diesen Werken konnten wir unserem Französischunterricht etwas Farbe beimischen, denn wie Picasso schon sagte: „Kunst ist dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.“ Wir danken dem Jenaer Stadtmuseum mit seiner Kunstsammlung für diese farbenfrohe und interessante Führung, die für uns Jenaer Schüler wieder kostenlos angeboten wurde.

Marie Winkler, BG 17-2

 
Geoinformationssysteme zur Visualisierung von Daten



Am 14.11.2018 besuchten die angehenden Kaufleute im Groß- und Außenhandel der KGA 18 den Internationalen GIS-Day, welcher auch in Jena gefeiert wurde. Eingeladen hatte dazu der Lehrstuhl für Geoinformatik an der FSU Jena, um Möglichkeiten geografischer Informationssysteme (GIS) in den Fokus zu rücken. In verschieden Vorträgen konnten sich die Auszubildenden eine Vorstellung verschaffen, was Geo-Daten sind und welche Möglichkeiten sich damit bieten. So wurden an Szenarien des Precision Farming, der Verkehrswegeverwaltung und den soziodemografischen Standortbedingungen aufgezeigt, wie man sich durch Kartenansichten schneller einen Überblick verschaffen kann und somit gezielter Unternehmensressourcen kalkulieren, Unternehmensabläufe optimieren und strategische Unternehmensentscheidungen begründen kann. Verschiedene Anbieter zeigten weitere Anwendungsmöglichkeiten von GIS. Hier bekam die Gruppe auch einen Eindruck, wie man statistische Daten regional aufbereitet im Unterricht oder am Arbeitsplatz einsetzen kann. Eine Übersicht bietet das Bundesamt für Kartographie. Interessant für Auszubildenden, Schüler und Lehrer sind auch diverse WebGIS-Dienste der Bildungsverlage. Vielen Dank an die Organisatoren vom Lehrstuhl für Geoinformatik für die Einladung und Möglichkeit, den eigenen Horizont auf diese Weise zu erweitern.
 
Erfolgreich beim Thüringer Geschichtswettbewerb



Im Rahmen des 4. Thüringer Geschichtswettbewerbs unter dem Motto „1918- Endlich Frieden?“ übersetzte Ariane Reise (Klasse BG 17-1) gemeinsam mit ihrer Oma und ihrer Großtante das Kriegstagebuch ihres Ur-Ur-Großvaters vom Altdeutschen ins Neudeutsche. Mit dieser Arbeit gab sie einem Soldaten und seinem Leid im ersten Weltkrieg eine Stimme. Zusätzlich hat sie die Auswirkungen von Vaterlandliebe und Nationalismus auf das damalige Versagen bezüglich einer dauerhaften Friedensicherung betrachtet und ein geschichtliches Wirkungsgefüge entworfen. Als Anerkennung Ihrer Leistung lud der Thüringer Landtagspräsident Ariane Reise zur Preisverleihung des Geschichtspreises 2018 am 13. November 2018 in den Landtag (Foto: R. Brömel) nach Erfurt ein.

 
«StartZurück12345678910WeiterEnde»

JPAGE_CURRENT_OF_TOTAL
Copyright © 2019 Stoyschule. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.