„Die SS war nur ein Geschäftspartner von vielen“



Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte die BG 13 den Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz in Erfurt. Dieser Ort ist die einzige historische Stätte in Europa, die an einem ehemaligen Firmensitz die Mittäterschaft der privaten Wirtschaft am Massenmord in den nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagern zeigt. Während des Rundgangs über die Außenanlagen und in den Innenräumen wurde durch die Museumspädagogin Verena Brunkus immer wieder auch die Frage nach der Verantwortung jedes Einzelnen in seinem gewöhnlichen beruflichen Alltag thematisiert. Anhand einzelner Akteure von Topf & Söhne, die als Geschäftsführer, Ingenieure, Techniker oder Verwaltungsangestellte während der Zeit des Nationalsozialismus dort tätig waren, wurde diese Problematik gemeinsam mit den Schüler_innen diskutiert. Wer würde heute in einer Firma arbeiten, die vorrangig Rüstungsgüter herstellt oder mit Diktatoren Geschäftsbeziehungen unterhält? Letztlich muss diese Entscheidung jeder für sich treffen. Der Erinnerungsort Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz zeigt nachdrücklich, dass individuelle und gesellschaftliche Verantwortung sich nicht trennen lassen. Und auch die berufliche Tätigkeit in nicht leitender Funktion Mitwisser- und Mittäterschaft bedeuten kann.

 
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