BStU, MfS, IM und OPK…




Zahlreiche Abkürzungen und Begriffe spielten am 10. Dezember 2014 eine Rolle, als die Schülerinnen und Schüler der Klasse HBFS 14W-2 Gelegenheit hatten, die Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) in Gera im Rahmen des Sozialkundeunterrichts zu besuchen. Zunächst stellte Peter Grysko in seinem Vortrag die DDR-Geschichte und die Entwicklung des Ministeriums der Staatssicherheit (MfS) dar. Im damaligen DDR-Bezirk Gera lebten 720.000 Menschen, die von ca. 2.400 hauptamtlichen Stasi-Mitarbeitern und ca. 5.900 inoffiziellen Mitarbeitern (IM) überwacht und bespitzelt wurden. Anhand ausgewählter Beispiele wurde deutlich, was eine operative Personenkontrolle (OPK) war und welche Methoden von der Stasi genutzt wurden. In der ehemaligen Postkontrolle ging jeder Brief durch die Hände eines Stasi-Mitarbeiters. War z. B. ein Fahndungsauftrag für den Absender ausgelöst, wurde der Brief in jedem Fall geöffnet. Nach der Besichtigung des riesigen Archivs mit 4,8 km Material, konnten die Schüler sich in ausgewählte Einzelfälle anhand aufbereiteter Stasi-Akten einlesen. Das Lesen dieser Texte ist nicht ganz einfach, denn häufig sind Namen in den Akten geschwärzt und die genutzten Abkürzungen der Stasi sind Jugendlichen nicht geläufig. Abschließend wurden die Ergebnisse dieser Gruppenarbeit präsentiert.

 
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