Bürgerforum mit drei Thüringer Abgeordneten des Europäischen Parlaments


v.l.nr. MdEP von Weizsäcker, MdEP Dr. Koch, MdEP Zimmer, Prof. Oppelland, Bürgermeister Schenker, Leiter des Informationsbüros des EP Deutschland Piplat, Moderator Schneider



Die Fachkonferenz Gesellschaftswissenschaften verlagerte ihren Beratungstermin am 7. November 2014 ins Jenaer Rathaus, denn dort fand das Bürgerforum „Mitreden über Europa" statt. Zunächst sprachen Frank Schenker, Bürgermeister der Stadt Jena, und Frank Piplat, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland, Grußworte und brachten ihre Freude zum Ausdruck, dass auch an einem Freitagabend zahlreiche Bürger Interesse an dieser Art von Veranstaltung zeigten, denn die Rathausdiele war gut gefüllt. Den kritischen Fragen der Anwesenden stellten sich anschließend die drei Thüringer EU-Abgeordneten Gabriele Zimmer (DIE LINKE), Dr. Dieter-Lebrecht Koch (CDU) und Jakob von Weizsäcker (SPD). TTIP und CETA, die Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit den USA und Kanada, wurden von mehreren Bürgern beklagt. Eine junge Frau warf die Frage auf, ob denn ein Schutz der Außengrenzen der EU notwendig und humanitär vertretbar sei. Auch die mangelnde Wahlbeteiligung, der Aufschwung europakritischer Parteien und die geringe Bürgerbeteiligung wurden vom Publikum hinterfragt. Wissenschaftlich begleitet wurde die Veranstaltung durch Prof. Dr. Torsten Oppelland (FSU Jena). Er schätzte am Ende des Abends trotz aller Probleme die Entwicklung der Europäischen Union als positiv ein. Souverän moderierte Eberhard Schneider (MDR TV) das Bürgerforum, indem er möglichst viele Fragesteller zu Wort kommen ließ. Im Anschluss gab es auf einem kleinen Empfang die Möglichkeit, die Gespräche auf informeller Ebene fortzusetzen.

 
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