Polen und Deutschland – eine vielseitige Nachbarschaft



Im Mai 2014 nahmen drei Auszubildende unserer Schule an einer siebentägigen Studienfahrt der Volkshochschule Jena nach Polen teil. Es wurden im Rahmen dieser Fahrt verschiedene historische Stätten der deutschen und polnischen Geschichte besucht, um sich vor Ort mit wichtigen Ereignissen der jüngeren deutsch-polnischen Vergangenheit auseinander zu setzen. Die erste Station führte nach Krzyżowa (Kreisau), zum ehemaligen Gut des preußischen Generalfeldmarschalls Helmuth Graf von Moltke. Dieser gehörte dem "Kreisauer Kreis" - einer Gruppe von Widerstandskämpfern gegen Hitler - an. Unter den Angehörigen dieser Widerstandsgruppe war auch Adolf Reichwein, der ehemalige Leiter der Volkshochschule Jena. Im Anschluss daran wurden die Gedenkstätten von Auschwitz (Foto) und Birkenau besucht. Es gab Gespräche mit Zeitzeugen und eine Führung über das Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers. Eine für alle beeindruckende und bedrückende Erfahrung zugleich. Den Abschluss der Studienfahrt bildete ein Besuch in Kraków (Krakau), der Hauptstadt der Wojewodschaft Kleinpolen - der Partnerregion Thüringens. Neben dem alten jüdischen Viertel Kazimierz wurde auch das Salzbergwerk Wieliczka (Weltkulturerbe) besichtigt. Zudem fanden Gespräche und Begegnungen im Zentrum für jüdische Kultur statt. Dort trafen die Auszubildenden Frau Lee-Elisabeth Hölscher-Langner, die sich seit Jahrzehnten für die deutsch-polnische Aussöhnung einsetzt. Außerdem betreut sie seit langem in Krakau und Umgebung ehemalige Auschwitz-Häftlinge und wurde dafür 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

 
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