Interkulturelles Lernen im Irrgarten der Migration


Wie fühlt sich ein Migrant auf dem Weg durch den Behördendschungel ohne der Landessprache mächtig zu sein? Dies zu erfahren und zu erfühlen, war die Intension des Projektes, das durch den Jugendmigrationsdienst der AWO in Jena mit den Schülern der Klassen HBFS 10W und HBFS 10B am 29. September durchgeführt wurde. Nacheinander wurden die Schüler ins „Einbürgerungsbüro" gerufen und erhielten z.B. in Russisch oder Arabisch – also nicht in ihrer Muttersprache – Anweisungen ein Formular auszufüllen. Strenge Ermahnungen folgten, wenn Fehler – die unausweichlich waren – gemacht wurden. Im Anschluss waren zahlreiche Stationen zu absolvieren, viele Stempel und Unterschiften mussten gesammelt werden. U.a. absolvierte jeder Schüler Mini-Sprachkurse in Spanisch, Ukrainisch und Chinesisch bei Muttersprachlern, die ehrenamtlich das Projekt unterstützen. In anderen Räumen mussten Fotos von Familien aus aller Welt und Musiktitel Staaten zugeordnet werden. Am Schluss konnte jeder den originalen Einbürgerungstest am Computer probieren. Hier hatten einige Schüler auch ohne Migrationshintergrund durchaus Schwierigkeiten. Am Schluss konnten jedoch alle Teilnehmer ihr Migrationszertifikat in Empfang nehmen. Zudem wurde weiteres Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Am Vortag hatte die Schülerinnen und Schüler der HBFS 10B bereits Gelegenheit, am Vortrag von Prof. Behlert von der Fachhochschule Jena zum Thema „Migration und Integration" teilzunehmen. Neben dem Input für den Irrgarten der Migration wurde die Veranstaltung gleich zum Anlass genommen, dass das Protokollieren von den angehenden kaufmännischen Assistenten geübt wurde. Beide Veranstaltungen fanden im Rahmen der interkulturellen Woche 2011 in Jena statt.

 
Copyright © 2018 Stoyschule. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.