Schule trifft Verfassungsschutz



Stephan J. Kramer, Präsident des Amts für Verfassungsschutz Thüringen, besuchte am 16. Mai 2019 unsere Schule, um mit Klassen- und Schülersprechern über Rassismus und Diskriminierung zu diskutieren. Wann bin ich Rassist – wie weit rechts oder links darf ich sein? Gibt es auch beim Verfassungsschutz Rassismus? Brauchen wir diese Behörde? Nimmt die Regierung Einfluss auf sie? Die Jugendlichen hatten viele Fragen vorbereitet und folgten aufmerksam den Ausführungen des Gastes. Nebenbei erzählte Kramer von seinem Lebensweg über den Zentralrat der Juden in Deutschland bis zum obersten Verfassungsschützer Thüringens. Er betonte, dass sich der Verfassungsschutz in seinen Aufgaben und Arbeitsweisen deutlich von Geheimdiensten diktatorischer Staaten unterscheide. So verwies er auf das Trennungsgebot, welches zwischen seiner Behörde und anderen Strafverfolgungsbehörden wie Staatsanwaltschaften oder Polizei und Zoll bestehe. Nur wenn unsere Bedürfnisse nach Sicherheit, Freundschaft und Anerkennung erfüllt würden, seien wir vor rassistischen und extremistischen Nährböden geschützt. Kramers Auftreten war ein Statement für Menschlichkeit, Toleranz und bürgerschaftliches Engagement, das im Rahmen der Aktion "Prominent gegen Rassismus" stattfand.
 
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