55 Jahre Élysée-Vertrag




“Pour ce qui est de l'avenir, il ne s'agit pas de le prévoir, mais de le rendre possible. Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ (Antoine de Saint-Exupéry)

Zukunft interpretiert sicherlich jeder von uns für sich persönlich auf ganz unterschiedliche Weise. Die Basis, auf der jede noch so individuell geprägte berufliche oder private Zukunftsvorstellung jedoch ruht, sind Frieden, Freiheit und Verstehen bzw. Verstanden werden, gemeinsames Miteinander. Antoine de Saint-Exupéry sagte diesbezüglich auch: „Le plus beau metier d’homme est d’unir les hommes. - Die schönste Berufung des Menschen ist die, die Menschen zu vereinen.“ Mit diesem Ziel, die Menschen zu vereinen, die sich über viele Generationen hinweg als Feinde gegenüberstanden, mit jedem und für jeden Einzelnen eine Zukunft zu bauen, traten vor 55 Jahren zwei Staatsmänner Europas an – le Président de la République française, Général Charles de Gaulle, und der Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, - und unterzeichneten am 22. Januar 1963 den Elysée-Vertrag, den Traité de l’Élysée.  Wie wichtig war dieser Vertrag für Deutschland, Frankreich, Europa und die Welt? Wie wichtig ist er für uns noch heute, 55 Jahre später? Worin stößt er an seine Grenzen? Und wie kann der Vertrag dem Wunsch des aktuellen Präsidenten Frankreichs, Emmanuel Macron, folgend, neu belebt, bekräftigt, den Herausforderungen unserer heutigen Zeit gerecht werden? Diesen und anderen Fragen ging am 23. Januar 2018 Professor Dr. Henri Ménudier der Université Paris III – Sorbonne Nouvelle in einem interessanten Vortrag vor der Schülerschaft des Beruflichen Gymnasiums unserer Schule nach und stellte sich im Anschluss auch ihren Fragen. Es kam zu einem aufschlussreichen Austausch über politische Ansichten und die Wahrnehmung der jeweilig anderen Kultur. Als Politologe und Experte für Deutschland nach 1945 sowie für deutsch-französische und europäische Fragen fungierte Monsieur Ménudier für 90 Minuten als interessanter und interessierter Gesprächspartner, der die zukünftigen Studenten unter den Gymnasiasten etwas internationale Studienluft schnuppern ließ und alle Anwesenden dazu ermunterte, in Europa zu reisen, um fremde Menschen, deren Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen. Die schönste Berufung des Menschen ist eben die, die Menschen zu vereinen.

Un grand MERCI à Monsieur Ménudier!
 
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