Azubis im Bundesrat



Auszubildende der Klassen KBM 15 und AK 15 haben im Rahmen des Sozialkundeunterrichts Mitte Januar 2018 den Bundesrat in Berlin besucht. Vor Ort wurde in einem Planspiel darüber diskutiert, ob Fahrtauglichkeitstests für ältere Autofahrer eingeführt werden sollten. Dies wird seit einigen Jahren verstärkt gefordert, da im Alter zunehmend körperliche und psychische Schwächen auftreten. Hinzu kommt, dass die Aufmerksamkeitsleistung und die Fähigkeiten, komplexe Informationen möglichst synchron zu verarbeiten, nachlassen. Einigkeit bestand unter den Auszubildenden/Vertretern der Bundesländer darüber, dass spätestens ab dem 70. Lebensjahr Untersuchungen verpflichtend sein müssen. Die Fähigkeit zur Teilnahme am Straßenverkehr müsse ähnlich wie beim Führerscheinerwerb von neutralen Stellen überprüft werden. Einige forderten in der Diskussion sogar eine solche Untersuchung schon ab dem 65. Lebensjahr. Auch wurde auf die Dringlichkeit hingewiesen, da in den kommenden Jahren die Anzahl der Senioren überproportional steigen und gleichzeitig die Verkehrsdichte zunehmen wird.Nach einer intensiven Beratungsphase verständigten sich die Vertreter der Bundesländer auf einen ersten Gesetzentwurf, der mehrheitlich angenommen wurde. Dieser könnte demnächst an den Bundestag weitergeleitet werden. In der Praxis wird dies natürlich nicht passieren. Außerdem diskutieren die politischen Parteien im Bundestag dieses Thema noch nicht so intensiv. Für die Auszubildenden wurde an diesem Beispiel deutlich, wie komplex der Gesetzgebungsprozess ist und dass es im Kern darum geht, aus vielen guten Ideen einen mehrheitsfähigen Entwurf zu formulieren.
 
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